Stiftungsziele

Amoktaten stehen stets am Ende einer langen Entwicklung, die durch Ausgrenzung, Demütigung und gewalttätigen Umgang gekennzeichnet ist.
Die Stiftung sieht deshalb ihre Aufgabe darin, bereits im Bereich der Entstehung von Gewalt präventiv tätig zu werden, nach Ursachen zu fragen und zu einem Klima gewaltfreien Umgangs besonders im schulischen Bereich beizutragen.

Da in allen Fällen von Amoktaten die Verfügbarkeit von Schusswaffen eine wesentliche Rolle spielte, besteht eine weitere Aufgabe der Stiftung in der Unterstützung aller Maßnahmen, die zu einer Sicherung der Aufbewahrung von Waffen in Privathaushalten beitragen.

Der kaum eingeschränkte Zugang zu gewalthaltigen Medien kann nach Auffassung der Stifter ebenfalls  problematisch für tatgeneigte Jugendliche werden. Aus diesem Grund setzt sich die Stiftung für effektiven Jugendschutz im Umgang mit modernen Medien ein.

Die Berichterstattung durch die Medien bei sogenannten Großschadensereignissen führt häufig zu einer weiteren Verletzung der Opfer und ihrer Angehörigen oder trägt zur Beförderung von Nachahmungstaten bei.
Die Stiftung unterstützt alle Bemühungen der Medienorganisationen zur Erarbeitung eines Verhaltenskodex für den Umgang mit traumatisierenden Ereignissen.

Die Stiftungsziele sollen verfolgt werden durch

  • Maßnahmen zur Unterstützung und Kooperation im Bereich der Gewaltprävention an Schulen
  • Unterstützung von Opfern von Mobbing und gewalthaltigen Vorfällen im schulischen Kontext
  • Information durch Vorträge und Fachtagungen
  • Teilnahme an Fachforen und Tagungen zu den Themen aus dem Aufgabenbereich der Stiftung
  • Maßnahmen zur Stärkung des öffentlichen Bewusstseins für gewaltfreien Umgang im Alltag
  • Regelmäßige Gespräche  mit politischen Verantwortungsträgern
  • Begleitung von Forschungsprojekten zum Thema „Ursachen expressiver, zielgerichteter Gewalt“
  • Einrichtung einer Fachbibliothek zum Thema „Amok“
  • Gespräche mit politischen Verantwortungsträgern und Information der Öffentlichkeit zum Thema „Sicherung der Aufbewahrung von Waffen in Privathaushalten“